Archiv der Kategorie 'Motzblog'

Red

Freitag, den 3. Juli 2015


King Crimson

Berlin: Plötzlich blutrotes Wasser in berühmten Brunnen

Freitag, den 3. Juli 2015

Der Weltkugelbrunnen am Breitscheidplatz war einer von mehreren Brunnen in Berlin, die sich am Mittwoch plötzlich rot färbten. Unbekannte Aktivisten färbten das Wasser blutrot, um auf die Migranten, die ihr Leben bei dem Versuch das Mittelmeer zu überqueren, um in die EU zu flüchten, verloren. Die unbekannten Aktivisten protestierten außerdem gegen eine Verschärfung der Asylgesetze in Deutschland. Der Bundestag diskutiert nämlich heute über die Migrationspolitik. Auch der berühmte Neptunbrunnen vor dem Berliner Roten Rathaus wurde diese Woche blutrot gefärbt. Die Berliner Polizei gab bekannt, dass sie die Ermittlungen wegen Beschädigung öffentlichen Eigentums aufgenommen hat…

Quelle/Gesamter Text: www.rtdeutsch.com

Schuldenschnitt für die Ukraine – Mit Nachdruck wird beim IWF über eine Umschuldung verhandelt, die Griechenland verweigert wird

Freitag, den 3. Juli 2015

von Ralf Streck

Mit Nachdruck wird beim IWF über eine Umschuldung verhandelt, die Griechenland verweigert wird

Es geht doch, könnte man sagen. Schaltet der Internationale Währungsfonds (IWF) im Fall Griechenland in der Frage eines Schuldenschnitts auf stur, fordert er den im Fall der Ukraine. So wurde mit den Gläubigern am Sitz des IWF in Washington gerade vereinbart, in der kommenden Woche Verhandlungen ohne Vorbedingungen zu führen, denn der IWF drängt auf eine schnelle Einigung. Vitalij Lisovenko, der die ukrainische Verhandlungsdelegation anführte, hatte schon im Vorfeld gedroht, den Schuldendienst einzustellen, wenn das Treffen beim IWF scheitere.

Doch beim IWF ist man im Fall der Ukraine auch bei solchen Drohungen nachsichtig. Dabei soll es für private Geldgeber der Ukraine teuer werden, denn die sollen einen guten Teil ihrer Forderungen abschreiben. Sogar das im Frühjahr mit dem IWF vereinbarte Hilfsprogramm sieht das vor. Demnach erhält die Ukraine über die bisherigen Milliardenhilfen hinaus weiter 17,5 Milliarden US-Dollar vom IWF und dazu sollen weitere 7,5 Milliarden von anderen Geldgebern kommen. Eine Bedingung ist, dass Gläubiger ihrerseits auf etwa 15 Milliarden verzichten.

Ohnehin dürfte der IWF längst dem Land kein Geld mehr geben. Das haben frühere hochrangige IWF-Mitarbeiter immer wieder erklärt. So hatte Susan Schadler schon im vergangenen Herbst deutlich gemacht, dass der IWF im „ukrainischenSumpf“ steckt. Die Osteuropa-Expertin machte deutlich, dass der IWF gegen seine Regeln verstoße, kein Geld an Länder mit internen kriegerischen Konflikten fließen zu lassen. Zudem hatte der IWF dem Land schon vor der Geldspritze im Frühjahr mehr Mittel gewährt, als nach den üblichen Quoten möglich sei. Eigentlich darf Geld nur fließen, wenn gesichert ist, dass das Land in den nächsten 12 Monaten seinen Verpflichtungen wieder nachkommen kann.

Das kann getrost ins Reich der Märchen und Fabeln verwiesen werden. Denn die Verschuldung der Ukraine ist inzwischen auf fast 100% des Bruttosozialprodukts explodiert. Die Wirtschaft stürzt sogar noch stärker ab als erwartet. Sogar der IWF prognostiziert nun, dass die Wirtschaft im laufenden Jahr um 9% schrumpft. Wie erwartet, musste der Fonds wieder einmal seine zu positiven Forderungen korrigieren. Noch im Herbst ging er von gut 7% für 2015 aus, obwohl der Krieg damals sogar an Intensität gewann.

Doch schon damals war nicht zu erwarten, dass die Ukraine die Schulden wieder bedienen kann. Und das wird natürlich angesichts der Wirtschaftsentwicklung immer utopischer. So ist nun zu erwarten, dass das Land, verstärkt durch den Krieg im Osten, noch stärker zum Fass ohne Boden wird. Ein Schuldenschnitt, wie er nun geplant ist, wird daran nichts ändern. Das kann man im Fall der Ukraine genauso sagen, wie man es einst zu dem absurden Vorgehen des IWF in Griechenland sagen konnte.

Obwohl Geld vom IWF, aus Deutschland und auch aus der EU fließt, konnte nun die Ukraine seine Gasrechnungen gerade in Russland nicht bezahlen. Oder besser gesagt, es konnte die vereinbarte Vorkasse nicht leisten. Denn in der Einigung über die offene Milliardenrechnung hatte man sich darauf verständigt, in Vorkasse zu gehen, um nicht erneut unbezahlte Rechnungen in Milliardenhöhe auflaufen zu lassen. Weil die Vorauszahlung für Juli nicht erfolgte, stellte Russland die Gaslieferungen mit sofortiger Wirkung gestern ein.

Ein Problem in den Verhandlungen um den Schuldenschnitt ist auch, dass die Ukraine einen Kredit in Höhe von drei Milliarden Dollar an Russland nicht zurückzahlen will. Kiew betrachtet ihn als private Anleihe und möchte ihn, anders als Kredite des IWF zum Beispiel, in den Schuldenschnitt einbeziehen. Das lehnt Russland ab. Zuletzt war sogar unklar, ob die Ukraine die Zinsen an Russland überweist. Doch auf Druck des IWF wurde zunächst zugesichert, die fälligen 75 Millionen Dollar zu überweisen.

Die Ukraine kündigte dabei an, Kiew könne sein Verhalten zu den Zahlungsverpflichtungen ändern, wenn es in den Verhandlungen über den Schuldenschnitt nicht bald Fortschritte gebe. Immer wieder hatte Finanzministerin Natalija Jaresko den privaten Gläubigern und Russland erklärt, sie müssten sich auf einen Abschlag von etwa 40% ihrer Kredite einstellen, die sich auf etwa 19 Milliarden belaufen. Doch scheinbar kommt, das ist auch aus Washington zu hören, nun Bewegung in die Verhandlungen mit den US-Investment- und Hedgefonds. Das berichtet Bloomberg. An Gesprächen in der kommenden Woche soll nun auch die Finanzministerin teilnehmen, wird dafür als Beleg angeführt.

Quelle/Gesamter Text: www.heise.de

Papst verurteilt GVO und Chemieunternehmen

Freitag, den 3. Juli 2015

In einer neuen umstrittenen Enzyklika von Papst Franziskus, die vom Vatikan freigegeben wurde, gibt er die Schuld für die Verschlechterung der Umweltschäden den Technologien, die im allgemeinen heute in Gebrauch sind.

Der Papst wirft der Landwirtschaft und der Technologie für fossile Brennstoffe die Zerstörung der Ökosysteme und Klimaveränderungen des Planeten vor. Ebenso verurteilt der Heilige Stuhl in seiner Enzyklika GVO und Pestizide.

„Es ist schwierig, eine allgemeine Beurteilung über die Entwicklung von gentechnisch veränderten Organismen (GVO), Pflanzen oder Tieren für medizinische Zwecke oder in der Landwirtschaft zu geben, da sie sehr unterschiedlich sein und unterschiedliche Überlegungen fordern“, heisst es in einer Version der Enzyklika, die vor der offiziellen Ausgabe Medien zugespielt wurde.

Quelle/Gesamter Text: www.schweizmagazin.ch

Euro-Krise: IWF-Analyse zeigt Desaster von historischem Ausmaß

Freitag, den 3. Juli 2015

Nun ist klar, warum der IWF in den Panik-Modus verfallen ist: Selbst ohne Referendum hätte Griechenland weitere 50 Milliarden Euro gebraucht – nur um auf einen tragfähigen Schuldenstand zu kommen. Tatsächlich geht der Bedarf eher in Richtung 100 Milliarden Euro. Diese Zahlen sind ein Fiasko für die Reputation der Troika. Sämtliche griechischen Regierungsmitglieder der vergangenen Jahre müssten sich nun eigentlich vor Gericht verantworten.

Der IWF hat am Donnerstag eine neue Analyse der griechischen Wirtschaft vorgelegt. Die Zahlen sind in den vergangenen Monaten erhoben worden. Sie sind schockierend. Zwar muss man bei Zahlen des IWF immer sehr vorsichtig sein. In den vergangenen Jahren hat sich in Griechenland gezeigt, dass die Prognosen des IWF faktisch immer zu optimistisch waren und nach unten revidiert werden mussten.

Doch die nun vorliegenden Zahlen braucht man nicht mehr nach unten zu revidieren. Sie sind der glasklare Beleg, dass das sogenannte Rettungs-Programm für Griechenland grandios gescheitert ist.

Der IWF hat nämlich bereits vor dem Zerwürfnis mit der griechischen Regierung ermittelt, dass Griechenland für sein drittes, sogenanntes „Hilfspaket“ weitere 52 Milliarden Euro benötigt hätte. Dieser Betrag ist das Ergebnis von nunmehr fast vier Jahren Bail-Out und nur zu einem Teil der Syriza-Regierung anzulasten. Die IWF-Fachleute haben nämlich für diese Analyse die Gesamtentwicklung der bisherigen Griechenland-Rettung evaluiert. Demnach bleibt das Land in allen Werten hinter den von den Euro-Rettern erhofften Werten zurück.

Zusätzlich zu den 52 Milliarden Euro kommt nach dem Zerwürfnis ein aktueller Finanzbedarf von 16,3 Milliarden Euro. Dieser Betrag war eigentlich noch derjenige, der im zweiten Kreditprogramm auszuzahlen gewesen wäre. Damit kommt man auf ein neues Kreditprogramm in der Höhe von 70 Milliarden Euro, das den europäischen Steuerzahlern von den Euro-Rettern verordnet werden müsste.

Das ist schlicht nicht zu machen.

Denn selbst dieses Programm ist nicht mehr realistisch. Seit der Bankenschließung zu Beginn der Woche befindet sich die griechische Wirtschaft im freien Fall. In dem neuen Dokument räumt der IWF interessanterweise ein, dass etwa die Hälfte aller Kredite bei den griechischen Banken als faule Kredite (NPL) zu bezeichnen ist. Damit fällt jede Finanzierung für die Wirtschaft weg. Dies wiederum wird in Kombination mit der gewaltigen Verunsicherung bei den griechischen Unternehmen und bei den Konsumenten dazu führen, dass die Wirtschaft dramatisch absacken wird.

Bleibt das Bruttoinlandsprodukt (BIP) nur um ein Prozent unter der Prognose, ergäbe sich ein erneuter Finanzierungsbedarf in der Höhe von etwa 53 Milliarden Euro. Damit wäre der gesamte Betrag der Euro-Zone aus dem ersten Bail-Out zunichte gemacht.

Insgesamt sind bisher 240 Milliarden Euro an Krediten aus den verschiedenen Rettungsfonds nach Griechenland geflossen, um das Finanzsystem in der Eurozone zu stabilisieren. Nicht eingerechnet sind die Notkredite der EZB, die sich vermutlich auch noch einmal auf 120 Milliarden Euro belaufen werden. Doch das alles hat nicht gereicht, um die griechische Wirtschaft auf einen Weg des Wachstums zurückzuführen.

Die verheerenden Zahlen dürften einer der Gründe gewesen sein, warum der IWF in den Panik-Modus verfallen ist und nicht mehr in kosmetischen Verhandlungen mit der griechischen Regierung mitmachen konnte. Das Team von Christine Lagarde scheint erkannt zu haben: Das Troika-Programm für Griechenland ist gescheitert. Ebenso sind alle griechischen „Bemühungen“ in den vergangenen Jahren vergebens gewesen. Die Zahlen legen den Verdacht nahe, dass es sich bei der Griechenland-„Rettung“ um ein Desaster von historischem Ausmaß handeln dürfte.

Wer am Ende die Schuld dafür tragen wird, wird sicher in den kommenden Monaten und Jahren Gegenstand einer regen Debatte sein. Die Institutionen der Troika, also der IWF, die EZB und die EU-Kommission, müssen sich auf einen dramatischen Reputationsverlust einstellen.

Man kann mit gutem Grund annehmen, dass die griechischen Regierungen sämtlicher Couleur die Sanierung des Staatshaushalts nie ernsthaft betrieben und über weite Strecken eine Zusammenarbeit nur vorgetäuscht haben: Dafür gehören sie vor ein Gericht gestellt, denn die hunderten Milliarden, die jetzt weg sind, sind ja nicht zum Aufbau der Wirtschaft verwendet worden, sondern sonstwohin geflossen.

Bei einem Crash diesen Ausmaßes muss man aber auch fragen, wo die Verantwortung derer bleibt, die die Kredite gegeben haben. Es ist völlig unerklärlich, dass keinerlei Alarmsignale in einer früheren Phase zu hören gewesen sind – weder beim IWF, noch bei der EZB noch bei der EU.

Wenn diese Zahlen zutreffen, steht fest: Griechenland wird in eine massive Depression gestoßen. Ob und wie das Land sich aus dieser Depression erholen soll, kann zur Stunde nicht gesagt werden. Klar ist allerdings auch, dass diese Größenordnungen das Ende der Eurozone als skrupelloser Schuldengemeinschaft bedeuten müssen.

Quelle/Gesamter Text: deutsche-wirtschafts-nachrichten.de

Energiewende: Neue Milliarden-Belastung für Stromkunden und Steuerzahler

Freitag, den 3. Juli 2015

Die Bundesregierung hat ein neues „Klimapaket“ verabschiedet: Es entlastet die Strom-Konzerne und bürdet Konsumenten und Steuerzahlern Milliarden-Kosten auf. Absurd: Die Klima-Ziele werden mit dieser Umverteilung gar nicht erreicht.

Die große Koalition hat für ihre Klimaziele ein Paket mit Milliardenkosten für Stromverbraucher und Steuerzahler geschnürt. Das Konzept zur Umsetzung der Energiewende wird um fast zehn Milliarden Euro teurer als die ursprünglich geplante Abgabe für alte Braunkohlekraftwerke, die die Spitzen der Koalition auf Druck der Industrie in der Nacht zum Donnerstag verwarfen. Stattdessen sollen nun umweltfreundliche Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen (KWK) gefördert, mehr in Energie-Effizienz investiert und die Kapazität von etwa fünf großen Braunkohlemeilern vom Netz genommen werden. Sie sollen aber als Reserve dienen und weiter von den Stromkunden bezahlt werden – die Konzerne erhalten dafür Prämien von der Regierung. Außerdem verständigten sich Kanzlerin Angela Merkel (CDU), Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) und CSU-Chef Horst Seehofer auf neue Trassenführungen für Leitungen, die Windstrom nach Süden bringen sollen.

Ziel des Pakets ist es, dass Deutschland sein Klimaziel für 2020 noch erreicht. Es sieht eine CO2-Verringerung von 40 Prozent gegenüber 1990 vor. Die Energiewirtschaft sollte dafür 22 Millionen Tonnen CO2 zusätzlich einsparen. Die ursprünglich geplante Abgabe für alte Braunkohlemeiler traf aber auf Widerstand bei Gewerkschaften sowie der Konzerne RWE und Vattenfall. Deren Aktien legten in Folge der Beschlüsse am Donnerstag an der Börse zu. Die Konzerne lobten das Aus für die Klimaabgabe ebenso wie die Gewerkschaft IG BCE.

Proteste kamen dagegen von Umweltgruppen und Grünen: „Der Deal, den die Bundesregierung macht, ist schmutzig und teuer“, sagte Fraktionschef Anton Hofreiter. Statt der Kraftwerksbetreiber werde jetzt der Steuerzahler zur Kasse gebeten. Greenpeace warf Merkel vor, ihr Versprechen zum Kohleausstieg vom G7-Gipfel von Elmau gebrochen zu haben. „Die Versorger müssen weniger CO2 sparen und bekommen dafür auch noch Milliarden zugesteckt“, kritisierte Energieexperte Tobias Münchmeyer. Die G7-Staats- und Regierungschefs hatten Anfang Juni vereinbart, bis zum Ende des Jahrhunderts fossile Brennstoffe generell nicht mehr zu nutzen.

„Dieser Vorschlag ist teurer als der andere, das ist keine Frage“, räumte auch Gabriel ein. Es sei aber klar, dass die Energiewende Geld koste. „Uns ist parteiübergreifend ein Pakt für neuen Wohlstand gelungen“, sagte er mit Blick auf die Investitionen in Energieeffizienz, die mit Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) abgestimmt seien. „Wir setzen ein internationales Zeichen für die Realisierung der Energiewende in einem hoch industrialisierten Land.“

Jetzt sollen Braunkohlekraftwerke mit einer Leistung von insgesamt 2,7 Gigawatt – etwa fünf große Anlagen – in eine Reserve verschoben werden. Dies kostet nach Angaben des Wirtschaftsministeriums im Jahr etwa 230 Millionen Euro, die vom Stromkunden getragen werden müssen. Einzelheiten sollen mit den Versorgern ausgehandelt und in ein Gesetz gegossen werden.

Da das Abschieben in diese Reserve allein nicht reicht, um die 22 Millionen Tonnen zu erreichen, ist ein weiterer Ausbau umweltfreundlicher Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen (KWK) geplant. Die Anlagen produzieren Strom mit Gas und die dabei entstehende Wärme wird zudem weitergeleitet an Haushalte und Unternehmen.

Der Ausbau der Anlagen wird mit einer Umlage über den Strompreis finanziert und kostet die Kunden weitere zwei Milliarden Euro bis 2020. Gabriel kündigte aber an, man wolle hier nach einer Entlastung von Haushalten und Mittelstand suchen.

Da auch so das Klimaziel noch nicht geschafft wird, soll der Rest durch Stromsparen aufgebracht werden: So könnten Heizungsanlagen modernisiert und der Austausch von Heizungspumpen gefördert, die Straßenbeleuchtung auf LED-Lampen umgestellt oder die Wärmegewinnung aus Solaranlagen verbessert werden. Dies kostet rund 1,2 Milliarden Euro im Jahr oder rund fünf Milliarden Euro bis 2020.

Eine Verständigung gab es zudem beim umstrittenen Bau von Hochspannungsleitungen durch Bayern. Sie sollen jetzt teilweise auf bestehenden Trassen errichtet, unter die Erde gelegt und an einigen Stellen umgeleitet werden. Bayerns Ministerpräsident Seehofer hatte angesichts des Widerstands von Bürgern auf Änderungen gedrängt. Süddeutschland soll zudem vom Bau neuer Kraftwerke mit einer Leistung von bis zu zwei Gigawatt profitieren, die ab 2021 die letzten AKW ersetzen sollen. Zwei Anlagen werden Seehofer zufolge in Bayern und eine in Baden-Württemberg stehen. Sie werden voraussichtlich ebenfalls subventioniert werden müssen, da sich der Bau kaum rechnen dürfte. Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) sprach hier wie bei der vergleichsweise teuren Erdverkabelung von einem Kompromiss zu Lasten aller Verbraucher.

Quelle/Gesamter Text: deutsche-wirtschafts-nachrichten.de

Milliardenschäden: Ölbohrung löst Schlammvulkan aus

Freitag, den 3. Juli 2015

Geologen haben belegt, dass der verheerende Ausbruch eines Schlammvulkans in Indonesien durch Ölbohrung verursacht wurde. Der Vulkan spukt seither giftigen Schlamm und hat bereits 50.000 Menschen in die Flucht getrieben. Die Ölfirma streitet die Verantwortung ab…

Quelle/Gesamter Text: deutsche-wirtschafts-nachrichten.de

Neuartige Hologramme lassen sich sogar berühren

Freitag, den 3. Juli 2015

Augmented Reality und Hologramme sind eine tolle Sache. Sie könnten Arbeiten erleichtern und eignen sich auch, um faszinierende Spiele zu ermöglichen. Doch wie cool wäre es, wenn man diese Hologramme sogar berühren könnte? Japanischen Forschern ist dies nun gelungen.

Vor einem im Raum schwebt ein Objekt, das eigentlich überhaupt nicht da ist. Es ist ein Hologramm. Instinktiv will man danach greifen, es berühren, sehen, ob es real ist. Doch dort ist nichts. Allerdings soll sich dies ändern, denn japanische Forscher arbeiten unter dem Projektnamen Fairy Lights an Hologrammen mit haptischem Feedback.
Berührbare Hologramme dank Plasma-Druckwellen

Die Hologramme werden über Laser generiert. Die Laser ionisieren mit einem Impuls im zweistelligen Femtosekunden-Bereich die Moleküle im Fokuspunkt. Dadurch wird Plasma erzeugt. Über diesem Plasma werden durch die Energie von Luftmolekülen Lichtimpulse erzeugt, welche zu Bildern kombiniert werden können. Diese Bilder lassen sich sogar „berühren“. Es gibt also ein haptisches Feedback, da das Plasma bei „Berührung“ der Bilder eine leichte Druckwelle aussendet.

Da die Laser im Femtosekunden-Bereich arbeiten, wobei eine Femtosekunde eine billiardstel Sekunde darstellt, ist die Berührung für die Haut ungefährlich. Man verbrennt sich also nicht. Anders sieht dies aus, sollte der Laser auf die Netzhaut treffen. Dort können die Laser durchaus Schäden verursachen, weswegen man einige Sicherheitsvorkehrungen treffen muss, wenn man das System aufbaut und nutzt. Bereits Ende 2014 präsentierte das japanische Unternehmen Aerial Burton ein ähnliches System, dessen Laser jedoch im Nanosekunden-Bereich arbeiteten, was zu Verletzungen an der Haut derjenigen führte, die die Hologramme „berührten“.

Die Entwickler von Fairy Lights planen momentan, auf der Grafik-Konferenz Siggraph, die vom 9. bis 13. August in Los Angeles stattfindet, mehr zu ihrem System zu verraten und dieses auch näher zu präsentieren. Man darf gespannt sein, welche Möglichkeiten sich durch die berührbaren Hologramme von Fairy Lights in Zukunft ergeben können…

Quelle/Gesamter Text: www.gulli.com

US Senat Unterausschuss Terrorismus Wetterkrieg – unbedingt ansehen!

Freitag, den 3. Juli 2015


US Senat Unterausschuss Terrorismus Wetterkrieg

Wie eine US-Bank den Faschismus finanzierte

Freitag, den 3. Juli 2015

von Anneliese Fikentscher und Andreas Neumann

Der Turm zu Basel – Ein Buch von Adam LeBor über die BIZ

Wie eine US-Bank den Faschismus finanzierte

„[Diese Bank] finanzierte den Holocaust und die Kriegsmaschine der Nazis. Ihre Mitarbeiter, wie etwa [US-Banker] Thomas McKittrick und Per Jacobsson, übergaben den Nazis wichtige Wirtschaftsinformationen – oft mit dem Wissen der alliierten Behörden. Die Bank verkörperte die zynischste Form des Kapitalismus; als Millionen von Menschen starben, hielt sie die Finanzkanäle offen, die über die Frontlinien verliefen. Nach 1945 prägten die BIZ und ihre Ausschüsse die Finanzwelt der Nachkriegszeit in erheblichem Ausmaß. Im Hintergrund stellte die Bank die Mechanismen und die technische Expertise zur Verfügung, die für den finanziellen Aspekt des europäischen Einigungsprojekts notwendig waren. Ohne die BIZ gäbe es den Euro nicht. Sie brachte die Europäische Zentralbank hervor…“ So steht es in einem Buch von Adam LeBor über die in Basel ansässige Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ). Es trägt den Titel „Der Turm von Basel“.

Fotomontage von John Heartfield „Wir beten an die Macht der Bomben“ aus AIZ, 12. April 1934

Die Situation in der Zeit des Nationalsozialismus ist einfach und klar. Auf der einen Seite stand der Faschismus. Und auf der anderen Seite standen die Staaten, die die Welt von Faschismus und Holocaust befreien wollten. Das glauben wir. Das sollen wir glauben – bis heute.

Der Holocaust: kein Verbrechen, das hätte gestoppt werden müssen

Was ist diesbezüglich dem Buch des britischen Autors Adam LeBor zu entnehmen? War es Ziel der USA, die Verbrechen Nazi-Deutschlands zu stoppen? Das Buch gibt eine Antwort: In den Vorstandsetagen und Clubs des US-Finanzkapitals, der Wall Street, gab es kein Unbehagen wegen der Judenverfolgung oder der Konzentrationslager.

War es Ziel Großbritanniens, die Verbrechen Nazi-Deutschlands zu stoppen? Das Buch gibt eine Antwort: Am 5. Januar 1939, fast zwei Monate nach den Novemberpogromen, der so genannten Reichskristallnacht – den vom Naziregime organisierten Gewaltverbrechen gegen die deutschen Juden – kam Montagu Norman, Gouverneur der Bank of England, nach Berlin, wo er von Hitlers Reichsbankpräsident Hjalmar Schacht zu einer privaten Feier empfangen wurde.

Im Jahresbericht der BIZ von 1939 werden die Judenverfolgung der Nazis und die systematische, staatlich beaufsichtigte Plünderung von jüdischen Unternehmen als rein technische Fragen behandelt. Die BIZ gab einer Zentralbank, der deutschen Reichsbank, die sich des Diebstahls und der Enteignung jüdischer Geschäfte durch Staatsterror schuldig machte und staatlich abgesegnete Finanztricks vollführte, einen Anstrich von Rechtschaffenheit.

Emil Puhl, Vizepräsident der Reichsbank, BIZ-Verwaltungsratsmitglied und „Freund“ des US-amerikanischen BIZ-Präsidenten Thomas McKittrick, und der Schwede Per Jacobsson, Chefökonom der BIZ, später – ab 1956 – Geschäftsführender Direktor des Internationalen Währungsfonds IWF, genießen am 7. Dezember 1942 gemeinsam ihr Mittagsmahl „nur einen kurzen Spaziergang von den Tresoren entfernt, in denen der geplünderte Reichtum Europas und seiner ermordeten Juden aufbewahrt wurde“.

Auschwitz III Monowitz, die riesige Chemie- und Bunafabrik der IG Farben, in der Konzentrationslagerinsassen Sklavenarbeit verrichteten, basierte in Teilen auf US-amerikanischem Fachwissen. Die „deutsche“ IG Farben war mit US-Kapital verwoben. IG Farben operierte in den USA unter dem Namen General Aniline and Film (GAF). Zu den Gründungsmitgliedern gehörten Walter Teagle, der Präsident von Standard Oil; Edsel Ford, Präsident von Ford Motors; Charles E. Mitchell, Vorsitzender der National City Bank; und Bankier Paul Warburg.

Die Technologie von IBM, die Hollerith-Maschinen genannten Computer-Prototypen von IBM, spielten eine entscheidende Rolle für die Katalogisierung und Identifikation von Juden in Europa und somit für die Organisation des Holocaust. IBM-Boss Thomas Watson nahm 1937 von Hitlers Reichsbankpräsident Hjalmar Schacht den „Verdienstorden vom Deutschen Adler“ in Empfang.

Der im US-Kriegsministerium tätige, spätere Weltbankpräsident (1947-1949) und US-Hochkommissar (1949-1952) John McCloy nutzte seinen Einfluss auf US-Kriegsminister Henry Stimson, um eine Bombardierung von Auschwitz durch die US Air Force zu verhindern. Sowohl Regierungen wie auch jüdische Organisationen wussten, dass das Lager eine industrielle Todesfabrik war. Es wäre verhältnismäßig einfach gewesen, die wichtigsten Eisenbahnknotenpunkte und Gaskammern zu zerstören. McCloy wusste es zu verhindern.

1944 entstand in den USA ein detaillierter Bericht über das Verhalten des Außenministeriums während des Krieges. Er trug den Titel „Bericht an den Minister über die Billigung des Judenmords durch diese Regierung“. Aber Versuche, die Kriegsverbrechen der Nazis publik zu machen und die Schuldigen zur Rechenschaft zu ziehen, wurden hintertrieben. Zu denen, die dafür sorgten, dass Nachrichten über den Holocaust unterdrückt wurden, gehörten der stellvertretende US-Außenminister Breckinridge Long und Gene Hackworth, Rechtsberater im US-Außenministerium.

Das alles ist dem Buch „Der Turm von Basel“ hinsichtlich des Holocaust zu entnehmen. Die „Befreier“ waren seine Förderer. Und was ist noch dem Buch zu entnehmen? Es sind beispielsweise folgende Erkenntnisse.

Der Übergang zu etwas anderem: zur Herrschaft des Finanzkapitals

Eine kleine Clique von Financiers, die keiner Regierung Rechenschaft schuldeten und sich meist gut kannten, hatte eine beispiellose ökonomische und politische Macht angehäuft. Lenin hatte diese aufkommende Macht des Finanzkapitals erkannt, als er 1916 schrieb: „Der alte Kapitalismus hat sich überlebt. Der neue ist ein Übergang zu etwas anderem… Das 20. Jahrhundert ist also der Wendepunkt vom alten zum neuen Kapitalismus, von der Herrschaft des Kapitals schlechthin zu der Herrschaft des Finanzkapitals.“

Von Peregrine Worsthorne, Stiefsohn von Montagu Norman, des Gouverneurs der Bank of England, ist zu erfahren: „Weder im Ersten noch im Zweiten Weltkrieg beteiligte sich die Finanzwelt am Konflikt.“ Das dürfte heißen: das Finanzkapital stand über dem „Konflikt“, steuerte ihn womöglich und ließ sich zumindest nicht ihn hineinziehen.

Thomas McKittrick war der dritte US-amerikanische Präsident der BIZ. Er stand im Zentrum des Netzwerks aus Beziehungen zwischen der Wall Street, der amerikanischen Industrie und Nazi-Deutschland.

Artikel 10 des BIZ-Grundgesetzes besagt: „Die Bank, ihr Eigentum, ihre Aktiven sowie alle Einlagen und andere ihr anvertrauten Werte sind in Friedens- und Kriegszeiten ausgenommen von allen Maßnahmen, wie Enteignung, Requirierung, Beschlagnahme oder Einziehung, Verbot oder Beschränkung der Ausfuhr oder Einfuhr von Gold oder Devisen und von allen anderen ähnlichen Eingriffen.“

In Washington und London war man sich der Allianz zwischen der BIZ und Hitler-Deutschland bewusst. Ihre Aufgabe war es, die transnationalen Finanzkanäle offen zu halten. „Basel war hierfür der perfekte Ort… Einige Kilometer entfernt kämpften und verendeten die Soldaten der Nazis und der Alliierten. Der BIZ war das alles egal.“ Die Haupt-Architekten der 1930 gegründeten Bank waren Montagu Norman, Gouverneur der Bank of England, und Hjalmar Schacht, Präsident der Reichsbank.

1951 konnte der ehemalige Reichsbankpräsident und Generalbevollmächtigte für die Kriegswirtschaft Hitlers, Hjalmar Schacht, bei einer unfreiwilligen Landung ohne Probleme aus Israel abreisen. Erst im Nachhinein gab es einen Sturm der Entrüstung, als bekannt wurde, dass Hitlers Bankier durch den „jüdischen Staat“ gereist war, ohne verhaftet zu werden.

Freiherr von Schröder: Verbindungsmann des internationalen Kapitals

Auch, was den Bankier Kurt Freiherr von Schröder betrifft, ist das Buch von Adam LeBor ergiebig und aufschlussreich. So ist unter anderem Folgendes zu erfahren.

Der US-Konzern ITT wurde zu einem der mächtigsten Unternehmen der Welt und hatte größere Beteiligungen in Deutschland, einige davon in der Rüstungsindustrie. Die ITT brauchte einen gut vernetzten Bankier, der sich um ihre Interessen und Tochtergesellschaften kümmerte. Sie fand einen: Kurt Freiherr von Schröder. Kurt Freiherr von Schröder war nach Einschätzung von Adam LeBor einer der mächtigsten und einflussreichsten Bankiers in Nazi-Deutschland, ein Mitglied jener Dynastie, deren Imperium die Bankhäuser J. Henry Schröder in London und Schrobanco in New York umfasste, in dessen Geschäftsleitung 1937 Allen Dulles trat. Es war der Allen Dulles, der später während des Krieges Gesandter des US-Geheimdienstes Office of Strategic Services (OSS) in Bern und nach dem Krieg CIA-Direktor wurde.

Zwischen 1923 und 1939 reiste Kurt Freiherr von Schröder regelmäßig nach London. Während seiner Aufenthalte in London handelte Schröder Kredite für den Industriekonzern Flick aus, dessen Vorsitzender, Friedrich Flick, die NSDAP mit Geld versorgte. Das erinnert an den Historiker Antony C. Sutton, der in „Wallstreet und der Aufstieg Hitlers“ schreibt: „Der kritische Punkt besteht darin, dass es sich bei den deutschen Industriellen, die Hitler finanzierten, überwiegend um Direktoren von Kartellen mit amerikanischen Verbindungen, Besitz, Beteiligungen und einer Form von Verbindung durch Tochtergesellschaften handelte.“

Im Januar 1933 arrangierte Schröder in seiner Kölner Villa ein Treffen, das half, Hitler an die Macht zu bringen. Schröder wurde von Hjalmar Schacht in den Verwaltungsrat der BIZ berufen. Schließlich wurde BIZ-Verwaltungsratsmitglied Kurt Freiherr von Schröder, der Hitler zur Macht verholfen hatte, in der Uniform eines SS-Gefreiten in einem französischen Kriegsgefangenenlager entdeckt. Ein deutsches Gericht verurteilte ihn zu drei Monaten Haft wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit.

Mehr zur Rolle von Kurt Freiherr von Schröder ist dem in der NRhZ erschienenen Artikel „Auf den Spuren des Hitler-Faschismus und seiner Finanzquellen – Wer war Kurt Freiherr von Schröder?“ zu entnehmen. Die darin beschriebenen Erkenntnisse decken sich im Wesentlichen mit denen im Buch von Adam LeBor.

Abs und Blessing: das anglo-amerikanische Imperium im Rücken

Interessant ist auch, was bei Adam LeBor über zwei Koryphäen der Finanzwelt im westlichen Nachkriegsdeutschland zu erfahren ist.

Hermann Josef Abs von der Deutschen Bank war der mächtigste Geschäftsbankier in Nazi-Deutschland. Als Verantwortlicher für das Auslandsgeschäft der Deutschen Bank während des Krieges war Abs der Angelpunkt der europaweiten Plünderung und leitete die Arisierung jüdischer Banken und Unternehmen. In den zwölf Jahren Hitler-Faschismus vervierfachte sich das Vermögen der Bank. Abs saß im Aufsichtsrat von Dutzenden Firmen, darunter die IG Farben. Nach dem Krieg war Abs drei Monate im Gefängnis, bevor er freigelassen wurde, ohne jemals angeklagt zu werden. Der mächtigste Geschäftsbankier des Dritten Reiches wurde im neuen Westdeutschland mit Bundeskanzler Adenauer wieder zu einem der einflussreichsten Bankiers.

Die deutsch-jüdische Schriftstellerin und Philosophin Hannah Arendt bezeichnete die Bürokraten, die den Holocaust organisierten, als Schreibtischmörder. Auch Blessing war nach Auffassung von Adam LeBor ein solcher Schreibtischmörder.

Im April 1939 trat er in den Vorstand der deutschen Tochter von Unilever ein, einem gigantischen niederländisch-britischen Hersteller von Öl und Fett. Als Deutschland im folgenden Jahr in den Niederlanden einfiel, wurde Blessing zu einem der drei Verantwortlichen für die Geschäfte von Unilever im gesamten Reich. Unterdessen gründete Hermann Göring, Chef der Luftwaffe und verantwortlicher Minister für den Vierjahresplan, die Kontinentale Öl-Aktiengesellschaft, um die Ölreserven in Zentraleuropa und im Balkan auszubeuten. Zusammen mit Reichsbankpräsident Walther Funk und Heinrich Bütefisch von der IG Farben wurde Blessing in den Vorstand der Kontinentalen Öl AG berufen. Wie die IG Farben basierte die Kontinentale Öl auf Plünderung, Ausbeutung, Sklaverei und Mord. Als Finanzdirektor der Kontinentalen Öl AG war Blessing das Epizentrum dieses Geflechts aus Tod und Profit. Er leitete die Übernahme neuer Unternehmen im Osten.

Blessing wurde am Ende des Krieges inhaftiert. Doch Blessing hatte mächtige Verbündete im Hintergrund: Allen Dulles und Thomas McKittrick. Im September 1945 reichte Dulles eine neue weiße Liste ein. Sie war in die Kategorien A und B eingeteilt. Der erste Name auf der B-Liste war Karl Blessing. Blessing wurde nicht der Kriegsverbrechen angeklagt, die er begangen hatte. Stattdessen kam er mithilfe von Allen Dulles auf freien Fuß und kehrte zu seinem früheren Job bei Unilever zurück. 1958 wurde er Bundesbankpräsident und kehrte damit zur BIZ zurück. So schließt sich der Kreis.

EU: Vorstellungen eines Nazi-Bankiers werden wahr

„Die europäische Wirtschaftseinheit [wird] kommen, denn ihre Zeit ist da.“ Das äußerte im Jahr 1943 Walther Funk, Nationalsozialist, Wirtschaftsminister, Reichsbankpräsident und BIZ-Verwaltungsrat. Walther Funk folgte Hitlers Forderung, mit dem „Kleinstaatengerümpel“ aufzuräumen: „Es muss die Bereitschaft bestehen, wirtschaftliche Interessen der einzelnen Staaten denen der europäischen Gemeinschaft unterzuordnen.“ Der Reichsbankpräsident verfasste ein Arbeitspapier mit dem Titel „Die wirtschaftliche Neuordnung Europas“. In der BIZ wurde es von Per Jacobssons Mitarbeitern übersetzt und am 26. Juli 1940 an Bankpräsident Thomas McKittrick übergeben. Heute ist aus Funks „Europäischer Großraumwirtschaft“ die Eurozone geworden. Die technischen Vorbereitungen hatten Jahrzehnte zuvor begonnen – spätestens 1964, als der Ausschuss der Zentralbankpräsidenten sich zum ersten Mal in der BIZ traf.

Adam LeBor resümiert: „Ohne die BIZ gäbe es den Euro nicht. Sie brachte die Europäische Zentralbank hervor, eine Bank, die weder dem Europaparlament noch irgendeiner Regierung Rechenschaft schuldet, obwohl sie die Geldpolitik von siebzehn Ländern kontrolliert.“ (PK)

Vorab-Veröffentlichung aus der Quartalsschrift DAS KROKODIL, Ausgabe 13 (Juni 2015) – Grundsatzschrift über die Freiheit des Denkens – bissig – streitbar – schön und wahr und (manchmal) satirisch. Mehr dazu und wie es sich bestellen lässt, hier: http://www.das-krokodil.com/

Das besprochene Buch (auf deutsch und im englischen Original):

Adam LeBor: Der Turm zu Basel. BIZ – die Bank der Banken und ihre dunkle Geschichte“, Rotpunktverlag, Zürich 2014 – Übersetzung der englischsprachigen Originalausgabe

Adam LeBor: Tower of Basel – The Shadowy History of the Secret Bank That Runs the World“ (Die dunkle Geschichte der Geheimbank, die die Welt führt), Public Affairs (Member of the Perseus Books Group), New York, 2013

Weiterführende Artikel:

Auf den Spuren des Hitler-Faschismus und seiner Finanzquellen
Wer war Kurt Freiherr von Schröder?
NRhZ Nr. 479 vom 08.10.2014
http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=20855

Wie der Weltkrieg der Nazis finanziert wurde
BIZ: Zentrum einer weltweiten Verschwörung des reaktionären Finanzkapitals
NRhZ Nr. 490 vom 24.12.2014
http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=21134

Befreiungsideologie 70 Jahre nach Ende des Hitler-Faschismus
Das Böse züchten und dann die Welt davon befreien
NRhZ Nr. 509 vom 06.05.2015
http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=21590

Quelle/Gesamter Text: www.nrhz.de

CHEMTRAILS: PILOTEN, ÄRZTE+ WISSENSCHAFTLER BERICHTEN IN SHASTA COUNTY

Freitag, den 3. Juli 2015


CHEMTRAILS: PILOTEN, ÄRZTE+ WISSENSCHAFTLER BERICHTEN IN SHASTA COUNTY

NETZNEUTRALITÄT TÖTET

Freitag, den 3. Juli 2015


NETZNEUTRALITÄT TÖTET

Volle Souveränität für Deutschland: Verfassung, Friedensverträge und Abzug aller Atomwaffen

Freitag, den 3. Juli 2015

Die demokratisch gewählte Regierung der Bundesrepublik Deutschland wird alle erforderlichen Maßnahmen in Gang setzen, damit das deutsche Volk seine volle Souveränität im Sinne des Völkerrechts erhält. Zu den wichtigsten Maßnahmen gehören:

1.Ablösung des Provisoriums Grundgesetze durch eine „von dem deutschen Volke in freier Entscheidung beschlossenen“ Verfassung (vgl. GG, Art. 146).

2.Abschluss von Friedensverträgen mit den vier Siegermächten des Zweiten Weltkriegs.

3.Schließung der US-Militärbasen in Deutschland und Abzug aller Atomwaffen vom Territorium der Bundesrepublik Deutschland.
Begründung:

70 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs und 25 Jahre nach Herstellung der deutschen Einheit ist es nicht akzeptabel, das die deutsche Regierung völkerrechtlich gesehen noch immer nichts anderes ist, als ein Verwaltungsgremium für einen Wirtschaftsraum. Die innerhalb der im Zuge der deutschen Einheit definierten Grenzen lebenden Deutschen haben das Recht, künftig eine Regierung zu wählen, die in allen Angelegenheiten der Staatsführung frei und souverän agieren kann.

Zu 1.

In einem demokratischen Land sollte es das Recht des Souveräns – also des Volkes – sein, sich eine rechtmäßige Verfassung zu geben. Dieses Recht steht auch dem deutschen Volk zu. Es ist an der Zeit, dass das Grundgesetz, das ursprünglich der „Aufrechterhaltung von Recht und Ordnung in einem besetzten Land“ diente, von einer ordentlichen Verfassung abgelöst wird – wie es das GG vorsieht und wie es 1990 den Deutschen versprochen wurde. Die Verabschiedung dieser Verfassung geschieht dann unter Mitwirkung aller Deutschen, auch derer, denen bei der Niederschrift des Grundgesetzes „mitzuwirken versagt war“ (Präambel) – also den Bürgern der ehemaligen DDR.

Zu 2.

Der 1990/91 geschlossene Zwei-plus-vier-Vertrag ist eine juristische Mogelpackung. Auch wenn er in vielen Kommentaren und politischen Statements als quasi Friedensvertrag angepriesen wird, erfüllt er die völkerrechtlichen Anforderungen eines solchen nicht. Beispielsweise wurden im Bonner Vertrag von 1952 vier Einschränkungen der deutschen Souveränität beschlossen, darunter auch das Verbot des Anspruchs auf den Abzug der alliierten Truppen vor der Unterzeichnung des Friedensvertrags (!). Diese Einschränkungen wurden vom Zwei-plus-Vier-Vertrag nicht abgeschafft und gelten offiziell bis heute.

Es ist also höchste Zeit für Friedensverträge im Sinne des Völkerrechts zwischen Deutschland und den vier Siegermächten, denn sonst beißt sich die Katze ewig in den Schwanz (siehe oben). Nur mit ordentlichen Friedensverträgen wird Deutschland ein wirklich souveränes Land sein. Erst dann werden wir endgültig frei sein vom Besatzungsstatus, den vor allem die Amerikaner nach wie vor ausgiebig nutzen.

Zu 3.

Das 1955 pro forma aufgehobene Besatzungsstatut wirkt aufgrund einer Reihe von Nebenvereinbarungen und teils geheimen Staatsverträgen – hauptsächlich mit den USA – de facto weiter fort. Mit der Folge, dass die US-Militärbasen auf deutschem Boden als exterritoriale Gebiete gelten, die keinem Deutschen zugänglich sind, und in denen ausschließlich amerikanisches Recht herrscht. Deshalb dürfen die US-Militärs von hier aus (es ist ja amerikanisches Gelände und nicht deutsches) ihre Kampfdrohnen auf Ziele irgendwo im Nahen Osten oder in Afrika lenken, hier lagern sie auch ihre Atomwaffen. Das alles brauchen wir nicht mehr! Und mit den Hunderten von Millionen Euro, mit denen der deutsche Steuerzahler für die Besatzungskosten aufzukommen hat, könnten wirklich wichtige Projekte in den Bereichen Bildung, Soziales und Infrastruktur finanziert werden.

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

München, 03.03.2015 (aktiv bis 02.06.2015)

Zur Petition: www.openpetition.de

Kriegsberichterstattung der Mainstream Medien

Freitag, den 3. Juli 2015


Die Anstalt

Liebe Leser…

Freitag, den 3. Juli 2015

Wir sind seit mehr als 9 Jahren täglich für euch online und unser Idealismus ist ungebrochen.

Wir brauchen finanzielle Unterstützung. Alles von 5 € bis 1 Million € (oder weniger oder mehr 😉 ) hilft weiter.

Helft uns die Zukunft etwas besser zu gestalten.

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Zusammenhänge erkennbar??

Freitag, den 3. Juli 2015

Top US Newsman Brian Williams “Destroyed”, 3 Others Killed Over Obama 9/11 Fears

Freitag, den 3. Juli 2015

An astounding new report circulating in the Kremlin today prepared by the Foreign Intelligence Service (SVR) states that top US newsman Brian Williams of NBC News has been “effectively destroyed” and three of his colleagues killed this past week over Obama regime fears they were ready to release evidence provided to them by Russia proving that the 11 September 2001 attacks upon America were an “inside job” done by their own government.

Brian Williams [photo top left], this report explains, was the anchor and managing editor of NBC Nightly News (the most watched television news programme in the US) when after a week of savage attacks relating to common false memories experienced by all human beings was expelled from his post and still faces the likelihood of his being fired outright.

Important to note about Williams, this report says, are that the “stolen valor” false memories he was accused of pale in comparison to those long told by former US Secretary of State Hillary Clinton of her being under sniper fire in Bosnia when video footage shows the true facts of this not being so.

Even more grimly to note, this report continues, is that not only has Williams and his reputation been “destroyed”, this past week three of his most important colleagues, former NBC international reporter Ned Colt [photo 2nd left], top CBS News correspondent Bob Simon [photo 3rd left], and top New York Times reporter David Carr [photo bottom left], were also killed.

Bob Simon, 73, this report states quoting US propaganda mainstream media sources, was killed Wednesday in New York City in a car crash, and on Thursday Ned Colt, 58, was said to have perished by a massive stroke followed within hours by David Carr, 58, collapsing and dying in his New York Times newsroom office.

Important to note about the deaths of these award winning journalists, and the “reputation destruction” of Williams, SVR experts in this report note, was that the four of them had formed an independent video news company last month and filed the necessary security documents that would allow them access to the Kremlin’s most secret archive of evidence relating to the 11 September 2001 attacks.

In relation to these 9/11 archives held by the Kremlin, this report says, President Putin had previously alerted he was going to release them, and as we can, in part, read: [For English translation click HERE]

“American experts believe that despite the fact that relations between the US and Russia reached the worst point since the Cold War, Putin delivered until Obama only minor troubles. Analysts believe that this is only the “calm before the storm.”

Putin is going to hit once, but he’s going to hit hard as he is preparing the release of evidence of the involvement of the US government and intelligence services to the September 11 attacks.

Published material can prove malice government towards the people of the US and the successful manipulation of public opinion. Attack planned US government, but spent her proxy. So that an attack on America and the people of the United States looked like an act of aggression of international terrorism.

The motive for deception and murder its own citizens served as US oil interests in the Middle East and their state corporations.”

Spearheading the independent video news company seeking to uncover the truth of 9/11 with Williams, this report continues, was David Carr who in his capacity at the New York Times was a champion of Edward Snowden and after having watched the documentary CITIZENFOUR for the second time tried to go to sleep…but couldn’t…so he turned the lights back on due to his fears of what his nation has turned into.

Carr had, likewise, this report explains, became “seriously disillusioned” with the New York Times this past year over its reporting of the Ukraine war…and not just its failing to tell the truth, but its actually whiting out the Nazi emblems on the helmets of soldiers loyal to the regime battling the rebels.

Working with both Williams and Carr on this 9/11 video project, the SVR says, was Ned Colt, who after leaving NBC News remained a lifelong friend of Williams and honed his humanitarian skills while working at the International Rescue Committee, and Bob Simon who remained “extremely regretful” of the US medias manipulation of the public in the run-up to war in Iraq.

After the destruction of Williams, and the killings of Carr, Colt and Simon, this report grimly notes, the Obama regime has sent a “clear message” to the Americas elite media class daring anyone else to expose their darkest secrets.

Even worse, SVR experts in this report state, with the media elites in the US now cowering in fear, the Obama regime has now turned its sights upon the alternative news media and is threatening to outlaw all websites that disagree with them, and has also shockingly backed a legislative proposal from The National Fraternal Order of Police to classify any criticism by the American people against the police as a “hate crime”.

With President Putin having yesterday ordered the largest nuclear weapons exercises in history, and three more combat ships joining Russia’s fleet in the Mediterranean, one can only wonder who will be left to tell the American people about the true causes of World War III after the deaths and destruction of these journalists?

Then again, there still remains little evidence that these people even care anymore.

Quelle/Gesamter Text: www.whatdoesitmean.com

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BIZ: Zentrum einer weltweiten Verschwörung des reaktionären Finanzkapitals – Wie der Weltkrieg der Nazis finanziert wurde

Freitag, den 3. Juli 2015

Von Anneliese Fikentscher und Andreas Neumann

Man stelle sich vor: es wütet ein Krieg, der so genannte Zweite Weltkrieg, der am Ende mehr als 50 Millionen Menschen das Leben kosten wird. Auf der einen Seite steht der Faschismus. Und auf der anderen Seite stehen die Länder, von denen wir heute zu wissen glauben, dass sie die Welt von Faschismus und Holocaust befreien wollten. In dieser Situation gibt es eine Bank, mit der die „Befreier“ den Faschisten die Finanzierung ihres Krieges ermöglichen. Ist das denkbar? Nein! Das ist nicht nur denkbar. Das ist Realität. Die Bank gibt es tatsächlich, und sie trägt die Bezeichnung BIZ – Bank für Internationalen Zahlungsausgleich. Diese Bank hat ihren Sitz in Basel.

Thomas McKittrick, BIZ-Präsident von 1940 bis 1946: Rockefeller-Vertrauter, Mitglied des „Council on Foreign Relations“, Bindeglied zur Federal Reserve Bank of New York (Foto: BIZ)

Oder etwas anders formuliert: „Während sich die Soldaten ihrer Länder gegenseitig abschlachteten, sassen Reichsbankpräsident Walther Funk, Gouverneur Vincenzo Azzolini von der Banca d’Italia und Gouverneur Montagu C. Norman von der Bank of England friedlich im Verwaltungsrat der BIZ… Vollamtlicher Bankpräsident vom Januar 1940 bis Juni 1946 und Bindeglied zur Federal Reserve Bank of New York war der US-amerikanische Bankier Thomas H. McKittrick.“ So steht es in der Einleitung des Buches „Bankgeschäfte mit dem Feind – Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich im Zweiten Weltkrieg – Von Hitlers Europabank zum Instrument des Marshallplans“ – verfasst von Gian Trepp.

BIZ: Kanal der deutschen Kriegswirtschaft für den Zahlungsverkehr mit den USA

„Im Rahmen der auch Bank der Zentralbanken genannten Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) in Basel arbeiteten Deutsche und Italiener von Anfang bis Ende des Zweiten Weltkriegs mit Engländern und US-Amerikanern zusammen. Die BIZ war damals die offene Tür zwischen Reichsbank/Banca d’Italia einerseits und Bank of England/Federal Reserve Bank of New York andererseits.“ So steht auf dem Umschlag des 1993 erschienenen Buches – und an anderer Stelle: „Tatsächlich liegt die Bedeutung dieser [von der Reichsbank über ihren BIZ-Dollarschalter getätigten] Zahlungen… darin, dass die deutsche Kriegswirtschaft hier über einen raschen und sicheren Kanal für den Zahlungsverkehr mit den USA verfügte. Das breite Netz von BIZ-Korrespondenzbanken an der Wall Street und die Bereitschaft der BIZ-Bankabteilung zu ‚Zahlungen ohne Namensnennung‘ im Auftrag der Reichsbank setzt dabei der Phantasie über mögliche Empfänger von Geldern aus Berlin in den USA keine Grenzen.“

Und auch unser alter Bekannter Kurt Freiherr von Schröder – wir erinnern uns: der unbedeutende Teilhaber einer unbedeutenden Provinzbank – ist bei diesen Geschäften – wie uns Gian Trepp vermittelt – nicht weit: „Am 4. Januar 1933 hatte Kurt von Schröder in seiner Villa [in Köln] das berühmt-berüchtigte Treffen zwischen Hitler und dem konservativen Ex-Kanzler und Vertrauten von Reichspräsident Hindenburg, Franz von Papen, arrangiert, das die politischen Voraussetzungen schuf für das aus Nationalsozialisten und Konservativen zusammengesetzte erste Kabinett Hitlers vom 30. Januar 1933. Am 1. Februar 1933 trat von Schröder in die NSDAP ein, und wenige Wochen später wurde der Privatbankier mit einem Sitz im Verwaltungsrat der BIZ belohnt.“ Ja, genau, es handelt sich um „SS-General Kurt von Schröder“, das Bindeglied zwischen Hitler-Deutschland und US-Kapital, „der 1943 für seine Verdienste als SS-Brigade- und Polizeiführer in Lettland mit Ehrendegen und Totenkopfring dekoriert worden war.“ Noch im Dezember 1944 saß Kurt Freiherr von Schröder zusammen mit Reichsbankpräsident Walther Funk, Reichsbankvize Emil Puhl und Hermann Schmitz von der I.G. Farben im Verwaltungsrat der BIZ.

Was mag in der Zeit der faschistischen Verbrechen, von denen es immer wieder heißt, dass sie durch nichts zu übertreffen seien, das US-Kapital und Hitler-Deutschland miteinander verbunden haben? Die „Bankgeschäfte mit dem Feind“ beleuchten einen Aspekt: „Das grösste Interesse am Handel mit dem Dritten Reich hatten jene US-Trusts, die sich am besten auf die Eigenheiten des staatlich kontrollierten deutschen Aussenhandels eingestellt hatten und mit dem Reich profitable Geschäfte machten. So auch die Firma IBM, deren Präsident Thomas J. Watson sr. im Juli 1937 von Hitler das ‚Verdienstkreuz des Ordens vom Deutschen Adler mit dem Stern‘ entgegengenommen hatte. Dieser Naziorden wurde Watson verliehen, weil IBM die Aufrüstung im Dritten Reich durch den Export ihrer Hollerith-Lochkartentechnik unterstützte.“ Werner Rügemer hatte Ende 2013 dazu ergänzend geschrieben: „Hitlers Blitzkriege – beispielsweise die Transportplanungen im besetzten Europa – und die Judenerfassung wären ohne die Informationstechnologien von ITT und IBM so nicht möglich gewesen.“

Wie funktionierte das Geschäft mit dem Krieg? Ein wesentliches Element dabei war Gold – oder besser gesagt: Raubgold. „Die BIZ-Bankabteilung [betrieb] gut vier Jahre lang für die Reichsbank [die Golddrehscheibe in Bern] … Schon im März 1940 hatte Paul Hechler [von der Reichsbank abgeordneter deutscher Generaldirektor der BIZ] in einem Memorandum für [Bankpräsident] McKittrick festgehalten, die Reichsbank habe kurz nach Kriegsausbruch im Herbst 1939 damit begonnen, ihre Zinsschuld bei der BIZ durch Goldabtretungen zu begleichen.“

In einem Nachtrag zum „Totengold aus Auschwitz“ schreibt Buchautor Gian Trepp über die „Aufarbeitung“ nach 1945: „Bis heute offen geblieben ist die Frage, ob die Reichsbank der BIZ und der Schweizerischen Nationalbank… auch anderes gewaschenes Raubgold lieferte – etwa Goldbarren, die… aus den Goldzähnen und Eheringen der Ermordeten von Auschwitz fabriziert worden waren. Die Mission Raffegeau der Banque de France… interessierte sich nicht für diese Frage. Auch von den Finanzoffizieren der englischen Besatzungszone ist nicht bekannt, dass sie sich intensiv um die Problematik gekümmert hätten. Im Gegenteil. Auf Empfehlung ihres finanzpolitischen Beraters, Hermann J. Abs, etablierte die britische Militärregierung im Herbst 1945 in Hamburg eine ‚Reichsbank-Leitstelle’… Als Leiter des Auslandsgeschäftes der Deutschen Bank hatte Abs während des Kriegs ‚den BIZ-Präsidenten McKittrick sehr gut gekannt‘ – und gewiss keinerlei Interesse, die Engländer auf die dunkle Seite von Goldgeschäften der Reichsbank mit der BIZ hinzuweisen.“

BIZ: Freund-Feind-übergreifend einer gemeinsamen Aufgabe verpflichtet

Ja, bei der BIZ handelt es sich um „eine Bank, die im Zweiten Weltkrieg den effizienten Einsatz der finanziellen Ressourcen der Kriegswirtschaft des Dritten Reiches aktiv gefördert hat.“ So steht es im Nachwort des Buches. Und weiter: „’Die Geschichte der BIZ beweist, dass es letztlich… auf das gegenseitige Vertrauen von Männern [ankommt], die einer gemeinsamen Aufgabe verpflichtet sind…‘ Dieses Fazit zog [der langjährige französische BIZ-Generaldirektor] Roger Auboin aus dem Überleben der BIZ im Zweiten Weltkrieg. Zum konkreten Inhalt der ‚gemeinsamen Aufgabe‘, welche die feindlichen Zentralbank-Gouverneure seiner Meinung nach verband, sagt er nichts.“ Selbst der Autor des Buches, Gian Trepp, kann sich keinen rechten Reim darauf machen: „Während das Interesse Hitlers an der Weiterexistenz der deutschdominierten Bank auf der Hand liegt, war deren Rückendeckung durch Churchill und Roosevelt nicht selbstverständlich, hiess doch das alliierte Kriegsziel: bedingungslose Kapitulation des Dritten Reiches.“

Die „gemeinsame Aufgabe“ bleibt für ihn ein Rätsel. Anders ist das mit der Sowjetunion, deren Erkenntnisstand der Autor beschreibt, ohne sich dadurch selbst auf eine Fährte der Erkenntnis bringen zu lassen: „Die Sowjets hatten die Bank seit ihrer Gründung [im Jahr 1930] stets als Zentrum einer weltweiten Verschwörung des reaktionären Finanzkapitals attackiert… Die [sowjetische] Zeitschrift ‚Der Krieg und die Arbeiterklasse‘ veröffentlichte eine detaillierte BIZ-Kritik, wo es hiess, die BIZ unterstütze Hitlerdeutschland unter dem Deckmantel der Neutralität.“

Wer war eigentlich Thomas McKittrick, BIZ-Präsident von 1940 bis 1946? Es ist kaum zu fassen: wikipedia gibt einen Hinweis: der Wallstreet-Banker war „Rockefeller-Vertrauter“ und Mitglied des „Council on Foreign Relations“. Und er war – wie wir bereits von Gian Trepp wissen – Bindeglied zur Federal Reserve Bank of New York. Aber was war nun die „gemeinsame Aufgabe“ der Kapitalvertreter in der BIZ? Gab es ein gemeinsames Interesse an der industriellen Judenvernichtung? Kaum zu glauben! Gab es ein gemeinsames Interesse am Krieg und seinen Millionen Toten? Kaum zu glauben! Gab es ein gemeinsames Interesse an der Ausschaltung von Kräften, die den Kapitalismus überwinden wollten? Eine Antwort auf diese Fragen gibt Gian Trepps „Bankgeschäfte mit dem Feind“ nicht. Aufschlussreicher ist diesbezüglich ein anderes Buch. Es ist das von Guido Giacomo Preparata mit dem Titel „Conjuring Hitler – How Britain and America made the Third Reich“ (Hitler heraufbeschwören – Wie Großbritannien und USA das Dritte Reich haben entstehen lassen). Darin legt Preparata dar, wie die Strategie von USA und Großbritannien darauf ausgerichtet war, Deutschland und die Sowjetunion gegeneinander in die Schlacht ziehen zu lassen – beginnend in den 20er-Jahren damit, die Aufrüstung Deutschlands, den Aufstieg der NSDAP und dann die einzelnen militärischen Schritte Hitler-Deutschlands hin zur Operation Barbarossa, des Feldzugs gegen die Sowjetunion, zuzulassen und zu fördern. In dieser Hinsicht spielte die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich eine entscheidende Rolle. In dieser Hinsicht war sie entscheidendes Element „einer weltweiten Verschwörung des reaktionären Finanzkapitals“ im Kampf gegen die Sowjetunion und zur Schaffung eines deutschen Staates als Vasall des US-Imperiums.

Aus diesem Blickwinkel betrachtet ist die von Gian Trepp beschriebene „Selbstabsolution“ der BIZ selbstverständlicher Ausdruck einer beispiellosen Erfolgsbilanz: „Am 16. Juni 1947 fand die erste reguläre Generalversammlung der BIZ nach dem Krieg statt. Gouverneur Maurice Frère aus Brüssel… führte den Vorsitz über die von 18 Zentralbanken besuchte Veranstaltung. Zu irgendwelchen Abrechnungen mit Nazis, Faschisten und Kollaborateuren kam es nicht. Im Gegenteil… Nach dem Verwaltungsrat erteilte Frère auch der Geschäftsleitung das allerbeste Zeugnis. Bei der namentlichen Danksagung… vergass [er] auch den bereits verstorbenen [deutschen BIZ-Generaldirektor] Paul Hechler nicht. Die Übernahme von deutschem Raubgold durch die Geschäftsleitung behandelte Frère mit Nachsicht: ‚ Es leuchtet ein, dass die BIZ jenes Gold, das ihr während des Krieges an Zahlungs Statt angeboten wurde, nicht zurückweisen durfte…‘ Alles in allem bescheinigte Frère der Geschäftsleitung, sie habe die BIZ getreu den im September 1939 festgelegten Grundsätzen neutral durch den Krieg gesteuert…“ So kann man es sagen. Ohne die BIZ und die über sie laufenden Drähte zu ihren „Feinden“ wäre die deutsche Kriegführung schnell zum Erliegen gekommen. Genau das durfte nicht geschehen.

Die BIZ finanzierte den Holocaust und die Kriegsmaschine der Nazis

„[Die BIZ] finanzierte den Holocaust und die Kriegsmaschine der Nazis.“ Das ist ein kompakter Satz aus einem anderen Buch über die BIZ, aus Adam Lebors „Turm zu Basel“. „Vollamtlicher Bankpräsident [der BIZ] vom Januar 1940 bis Juni 1946 und Bindeglied zur Federal Reserve Bank of New York war der US-amerikanische Bankier Thomas H. McKittrick.“ Das ist der bereits eingangs zitierte Satz aus Gian Trepps Buch „Bankgeschäfte mit dem Feind“. Dem ist kaum noch etwas hinzuzufügen.

Veröffentlichung aus der Quartalsschrift DAS KROKODIL, Ausgabe 11 (Dezember 2014) – Grundsatzschrift über die Freiheit des Denkens – bissig – streitbar – schön und wahr und (manchmal) satirisch.

Mehr dazu und wie es sich bestellen lässt, hier: http://www.das-krokodil.com/

Zwei Bücher zum Thema:

Gian Trepp: Bankgeschäfte mit dem Feind – Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich im Zweiten Weltkrieg – Von Hitlers Europabank zum Instrument des Marshallplans, Rotpunktverlag, Zürich, 1993

Adam Lebor: Der Turm zu Basel. BIZ – die Bank der Banken und ihre dunkle Geschichte“, Rotpunktverlag, Zürich 2014 – Übersetzung der englischsprachigen Originalausgabe 2013 „Tower of Basel – The Shadowy History of the Secret Bank That Runs the World“ (Die dunkle Geschichte der Geheimbank, die die Welt führt)

Quelle/Gesamter Text: www.nrhz.de

Wir Lieben Überwachung

Freitag, den 3. Juli 2015


Wir Lieben Überwachung

Trojanische Wolken – C-h-e-m-t-r-a-i-l-s

Freitag, den 3. Juli 2015


Trojanische Wolken – C-h-e-m-t-r-a-i-l-s